An meine Mutter und alle Mütter dieser Welt
Von Boushra El Dalaf
Übersetzung Khaled Al Rifai
In Syrien ist am 21. März Muttertag. Ein glücklicher Tag für alle, die in der Nähe ihrer Mütter sind. Für mich ist es ein trauriger Tag. Er vergeht schwer und mit einer seltsamen Ruhe, obwohl ich schon groß bin. Wenn dieser Tage kommt, wünsche ich mir immer, dass meine Mutter bei mir ist.
Wie ein kleines Kind, das einen Ort braucht, wo es geliebt wird, wo es sich ausruhen kann. Das Gesicht meiner Mutter, das ich einmal jeden Tag sah, habe ich seit drei Jahren nicht gesehen. Dieses Lächeln, das mich nicht loslässt. Meine Mutter gab ihre Gesundheit, ihren Seelenfrieden, damit es mir an nichts fehle. Ich erinnere mich nicht, wie ich mich als Kind benahm. Vielleicht war ich manchmal frech und stur. Das Einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich eine perfekte Mutter habe, die mich mit Liebe und Zärtlichkeit erzog. Meine Mutter ist die Liebe, die von der Kindheit bis ins Alter nicht veränderbar ist. Ihre Liebe ist mir geschenkt. Wenn ich schwach, krank oder ängstlich bin, bekomme ich von ihr Liebe, Zärtlichkeit und Kraft.
Nur zu ihr kann ich ganz spontan sprechen, ohne Angst zu haben, dass sie sich darüber lustig
macht oder mich fallen lässt. Meine Mutter – ich weiß nicht, wie ich ausdrücken kann, wie ich Dich liebe und respektiere. Kein Wort genügt, um dieses Gefühl, das ich empfinde, zu beschreiben. Mein letzter Wunsch ist, Dir wieder zu begegnen. Liebe Grüße an meine Mutter und alle Mütter auf dieser Welt.
Dieser Text erschien im Mai 2016 in der zweiten Ausgabe der Zeitung „Neu in Deutschland“

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