Das regelrecht euphorische öffentliche Interesse am Schicksal von Millionen geflüchteter Menschen im Jahr 2015 war ein vorübergehendes Phänomen; viele Initiativen haben ihre Hilfen zur Erstversorgung eingestellt, das Medieninteresse nimmt ab. Doch die Migrationsforschung und die Erfahrungen Deutschlands mit der Arbeitsmigration seit den 1950er-Jahren zeigen, dass Integrationsprozesse langfristig und komplex verlaufen.

Das nid-Team – hier: Issam Al Najm, Dorte Huneke-Nollmann, Nahed Al Essa und Rashed Alalej v.l.n.r. – war 2017 unter anderem für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Die Publikationen und Aktivitäten der Initiatve NEU IN DEUTSCHLAND konnten in den vergangenen zwei Jahren eine Plattform für Begegnungen und demokratische Debatten auf Augenhöhe schaffen. Aus einem Hilfsprojekt für Geflüchtete wurde ein Demokratie-Projekt für unsere Gesellschaft – mit offenen Formaten, die leichte Zugänge und Beteiligung ermöglichen.

Die Frage, wie wir in unserer pluralen Gesellschaft friedlich zusammenleben können, betrifft Deutschland langfristig. Populistische Strömungen und andere Gefährdungen der demokratischen Kultur sind keine vorübergehenden Phänomene.

Die Vision: Die 2015 gegründete Initiative NEU IN DEUTSCHLAND will sich mit einer eigenen Rechtsform erweitern und erneuern.

Ziel ist die Gründung einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) mit dem Namen UNSERE GESELLSCHAFT. Denn das ist es, was uns beschäftigt: wie wir alle, mit oder ohne Fluchterfahrung, alt oder jung, UNSERE GESELLSCHAFT mit demokratischen Mitteln stärken und daran teilhaben können.