Ich möchte Ärztin werden

Von Aya Ismail (13)

Als wir vor einem Jahr entschieden, dass wir nach Deutschland fahren, habe ich mir vorgestellt, dass ich dort ein gutes Leben bekommen würde. Aber wir hatten einen schlimmen Weg von Syrien nach Deutschland. Einen Monat lang blieben wir in der Türkei. Das war nicht sehr schön. Nach Deutschland kamen wir über das Meer. Sieben Stunden waren wir auf dem Meer. Wir dachten, wir würden sterben. Also haben wir die Küstenwache gerufen. Sie haben geantwortet. Aber sie konnten uns nicht finden. Die Wellen waren fünf Meter hoch und unser Boot war sehr klein. Am Ende haben sie uns aber doch gefunden. Wir freuten uns – und dankten ihnen, weil sie uns geholfen haben. Als wir nach Deutschland kamen, habe ich mich nochmal gefreut. Der schlimme Weg war zu Ende. Ich habe ein neues Leben bekommen.
In Deutschland gehe ich zur Schule. Ich besuche die Matthias Claudius Schule in Bochum. Die deutsche Sprache ist ein bisschen schwer für mich, aber ich glaube, ich werde das schaffen. Ich möchte nämlich Ärztin werden – wegen meinem Vater.
Mein Vater ist krank. Er ist in Syrien geblieben. Sein Herz ist schwach und macht ihm Schmerzen. Deswegen möchte ich eine Ärztin werden, das ist mein Wunschberuf.
Die Deutschen sind sehr nett. Den anderen Flüchtlingen sage ich, dass sie Deutsch lernen sollen. Obwohl das sehr schwer ist. Und ich danke den Deutschen, weil sie uns geholfen haben.
Nun wünsche ich mir nur noch, dass mein Vater auch nach Deutschland kommt und unser Leben besser wird.

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