OB Eiskirch zur Flüchtlingspolitik

„Oh, es sind ja richtig viele da!“, rief Oberbürgermeister Thomas Eiskirch freudig überrascht, als er im Dezember eine Pressekonferenz zur Lage der Geflüchteten in Bochum eröffnete. Der Titel: „Stadt zieht Unterbringungsbilanz – Integrationsaufgabe löst Unterbringungsfrage ab“. Neben anderen lokalen Medien waren VertreterInnen der Zeitung „Neu in Deutschland“ und des Medienprojektes „Re:Speech“ vertreten. Die geflüchteten MedienvertreterInnen setzten damit ein klares Signal: Sie möchten aktiv an der Debatte um Geflüchtete in unserer Stadt teilnehmen.

Einige Fakten:

Der Stadt Bochum sind von Januar 2015 bis Anfang Dezember 2016 durch die Bezirksregierung Arnsberg 5.618 geflüchtete Menschen zugewiesen worden. Zudem haben in den Bochumer Notunterkünften des Landes NRW zeitweise über 840 Personen gelebt. Die meisten Flüchtlinge (3.867) sind zwischen September 2015 und Februar 2016 in Bochum angekommen, das heißt pro Monat wurden der Stadt 645 Flüchtlinge zugewiesen. Zurzeit kommen etwa 40 Personen im Monat nach Bochum, darunter viele für Familienzusammenführungen. Aktuell betreut die Stadt noch 3.841 Flüchtlinge.

„Die Mehrheit kommt nachbarschaftlich aus.“

Positive Bilanzen zogen Stadtdirektor und Flüchtlingskoordinator Michael Townsend und Dr. Dirk Hagebölling, Leiter der Koordinierungsstelle. Beide werden zum 1.März 2017 ihr Amt in der Flüchtlingskoordinierung niederlegen.

In der Kommunikation zwischen Geflüchteten und der Stadt Bochum sei es gelungen, Verbesserungen zu erreichen – und an einzelnen Stellen deeskalierend zu wirken. Die „Neu in Deutschland“-Redaktion wollte wissen, wie die Stadt auch in Bezug auf die sogenannten besorgten BürgerInnen deeskalierend wirken möchte. Townsend beantwortete diese Frage mit einer Tatsache: Durch den Flüchtlingszuzug gebe es in Bochum keine erhöhte Kriminalitätsrate. „Probleme sind Ausnahmen. Die Mehrheit kommt nachbarschaftlich aus.“

Zu den Wegen und Weisen, mit denen die sogenannte Integrationsaufgabe von der Stadt Bochum angegangen wird, findet Anfang 2017 eine weitere Pressekonferenz statt.

Tausende Flüchtlinge haben in den vergangenen zwei Jahren vor allem vor dem Krieg in Syrien Schutz in Deutschland gesucht und eine neue Unterkunft in Bochum gefunden. Um dem steten Zuzug – von teils bis zu über 600 Menschen pro Monat – besser steuern und lösen zu können, hatte die Stadt Bochum frühzeitig einen Flüchtlingskoordinator benannt und eine Zentrale Stabsstelle zur Koordinierung der Flüchtlingsbetreuung gegründet. Diese hatten sich ämter- und dezernatsübergreifend um die Aufgabe gekümmert. (Quelle: Stadt Bochum)

 

 

 

 

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